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Erdgasauto

Das Erdgasauto

Ein mit komprimiertem Erdgas betriebenes Fahrzeug wird als Erdgasauto bezeichnet. Diese rechnen sich für den Halter durch geringere Kraftstoffkosten.

Als Erdgasauto werden Fahrzeuge bezeichnet, die mit komprimiertem Erdgas betrieben werden. Ein Erdgasauto ist ebenso wie ein „herkömmliches“ Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor, in der Regel einem Ottomotor, ausgestattet, bei dem in den Zylindern ein Gemisch aus Erdgas und Luft verbrannt wird.

Das erste Gasauto wurde im Jahr 1862 von Etienne Lenoir gebaut. Bemerkenswert daran ist, dass das erste Gasauto noch vor den ersten Benzin- oder Dieselfahrzeugen gebaut wurde. Damals dienten als Treibstoff verschiedene Gasarten, wie beispielsweise Biogas, Erdgas oder Koksgas. In Deutschland wurden die ersten Ergasautos in Serienherstellung im Jahr 1994 von den Herstellern BMW, Ford und Volvo gebaut. In den Folgejahren begannen auch weitere Automobilbauer mit der Serienherstellung von Erdgasfahrzeugen. Derzeit werden in Deutschland rund 35.000 Erdgasautos betrieben, wobei die Zahl dieser in den nächsten Jahren jedoch deutlich ansteigen wird. Weltweit werden mehr als vier Millionen Erdgasfahrzeuge gezählt.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Erdgasfahrzeugen: bivalente und monovalente Ergasautos. Ein bivalentes Erdgasauto kann sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden, ein monovalentes Erdgasfahrzeug wird dagegen grundsätzlich mit Erdgas betrieben, verfügt jedoch auch über einen Benzin-Nottank.

Heute könne nahezu alle Autos, die bisher mit einem Otoomotour und Benzin bzw. Diesel betrieben wurden, für den Betrieb mit Erdgas umgerüstet werden. Dafür sind keine Veränderungen oder Umbauten am bisherigen Motor erforderlich, es müssen nur ein Gastank und ein Zuleitungssystem eingebaut werden.

Der Betrieb von Erdgasfahrzeugen bringt für den Kfz-Halter einige finanzielle Vorteile mit sich. Der wichtigste Aspekt ist wohl die Einsparung durch niedrigere Kraftstoffkosten bei Benutzung von Erdgas. Zum anderen gilt für den Kraftstoff Erdgas ein geringerer Steuersatz als bei beispielsweise Benzin. Auch werden Erdgasfahrzeuge in der Regel in eine niedrigere Kraftfahrzeug-Steuerklasse eingestuft. Einen weiteren finanziellen bieten einige Kraftfahrzeugversicherer, indem sie Kunden, die ein Erdgasauto versichern, einen Sonderrabatt auf die Kfz-Versicherungsprämie gewähren. Auch für die Umwelt bringt die Benutzung von Erdgasautos einen Vorteil mit sich: Erdgas gibt bei der Verbrennung im Motor im Gegensatz zu anderen Treibstoffarten einen geringeren Wert an Kohlenmonoxid, Stickoxiden und Kohlenwasserstoff ab. Auch verbrennt Erdgas nahezu geruchsfrei, da es relativ wenige Kohlenstoffe enthält.


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